Das Silo und seine Geschichte

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Erbaut wurde das mächtige Eisenbetongebäude 1912 vom Basler Architekten Rudolf Sandreuter für die Basler Lagerghausgesellschaft BLG, die das Gebäude über Jahrzehnte zur Lagerung von Kakao und Getreide nutzte. Damals diente das Gebäude inmitten des Güterbahnhofs der Deutschen Bahn als wichtiger Umschlagsort für Waren.

Je mehr der Güterbahnhof über die Jahre an Bedeutung verlor, desto mehr verschwand auch das Silogebäude aus dem Stadtbewusstsein. Als schliesslich der Bahnbetrieb auf dem Areal ganz eingestellt wurde, siedelte sich ums Jahr 2000 die Zwischennutzung nt/Areal auf dem Gelände an. Damit wurde das Silo Zeuge eines städtischen Transformationsprozesses: statt den mit Industriegütern beladenen Zügen rauschten nun Quartierfeste um seine Mauern, die ehemalige Bahnkantine nebenan wurde zum Kulturraum, auf den stillgelegten Geleisen rundherum entstanden unter anderem Kinderprojekte und Sonntagsmärkte.

Nach dem Ende der etwas mehr als zehnjährigen Zwischennutzung steht das Erlenmatt Ost Areal nun wieder im Umbruch: In den kommenden Jahren soll hier ein lebendiger Stadtteil mit einem vielfältigen Neben- und Miteinander von Lebensformen und Nachbarschaften entstehen. Das Silogebäude wird dabei inmitten des neuen Quartiers wieder zum Umschlags- und Begegnungsort – diesmal nicht von Waren, sondern von Bedürfnissen, Visionen und Projekten unter dem Dach des Kosmopolitischen.

Die Grandhotel Verschwörung

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«Im Jahr 2014 fanden wir es heraus: Der Mensch ist dazu gemacht in einem Grand Hotel zu leben (eine andere Erfindung der Engländer – man findet sie überall in der Schweiz noch). Grand Hotels sind die modernen Nomadenzelte, Basislager oder Unterstände. Endlich sind wir angekommen. Wir sind alle Gäste auf diesem Planeten, die für durchschnittlich 80 Jahre pauschal gebucht haben.»

Den ganzen Text gibt es hier zu lesen – als Inspiration für eine etwas andere Nachbarschaft!

Habitat freut sich auch!

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«Das über 100 Jahre alte Silo auf der Erlenmatt wird zum Ort der Begegnung. Mit einer einfachen Herberge und einem offenen Konzept wird das Projekt tohuwabohu das Quartier mit der Welt und die Welt mit dem Quartier verbinden. Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit am Haus für Kosmopolitisches und wünschen tohuwabohu viele Menschen, die mitmachen und gutes Gelingen.»

Stiftung Habitat

Jetzt geht’s los!

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Bevor das umgebaute Silo anfangs 2020 seine Türen öffnet, werden zwar noch einige Monate ins Land ziehen – tohuwabohu startet aber schon jetzt!

In den kommenden zwei Jahren widmen wir uns der Suche nach Ideen, Wünschen und Projekten, welche im Haus für Kosmopolitisches zusammenkommen und in einen Dialog treten wollen. Wer sich an dieser Suche beteiligen will, bei konkreten Aufgaben mitanpacken möchte oder mit einem eigenen Projekt Teil von tohuwabohu werden will, sei herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden!

welcome@thwbh.ch