Le Team

tohuwabohu Basel Haus für Kosmopolitisches le Team

Das Silofest – zwischen Vision und Wirklichkeit

1100467-1

Am 10. September fand das fünfte und letzte Silofest vor dem Umbau statt. Dieses Jahr konnten die Besucher sich vor allem darüber informieren und informieren lassen, was mit dem Erlenmatt Ost-Areal und dem Silo in Zukunft geschehen wird.

Ankommen in der Migration. Ein Manifest.

ankommenskultur-zara-serpi-thwbh-ch

Ankommenskulturen haben das Ziel, das Leben für alle lebenswerter zu gestalten.

Mit Ankommenskulturen lernen Menschen anzukommen, und ankommen zu lassen.

Ankommenskulturen ermöglichen jeder und jedem, anzukommen. Ankommen ist ein Prozess von einem örtlichen Ankommen hin zu einem Sich-Wohlfühlen. Unabhängig davon, wie lange dieser Prozess dauert.

Ankommenskulturen stehen für Selbstbestimmung, Selbstgestaltung und Verantwortung aller Beteiligten in diesem Prozess.

Ankommenskulturen bringen Situationen hervor, die Begegnungen entstehen lassen. Daraus entstehen Beziehungen. Beziehungen zu Menschen, Orten, Geschehnissen und der Umwelt.

Diese Beziehungen bestimmen soziale, politische und kulturelle Prozesse.

Mit Ankommenskulturen entsteht bedingungsloser Zugang zu Orientierung, Rechten, Bildung und Gesundheit. Dadurch wird selbstbestimmte Teilhabe ermöglicht.

Kultur steht für gemeinschaftliche Gewohnheiten.

KulturEN stehen für ortsabhängige Differenzen, aber auch für die jeweiligen individuellen Unterschiede.

Ankommenskulturen ermöglichen eine Gesellschaft, die für die Gesamtheit aller Vielheiten steht. Eine Gesellschaft aus mehreren Kulturen zusammengesetzt, die viele kulturelle Eigenheiten teilen.

Ankommenskulturen bedeuten ein Zusammenleben, welches nicht territorial bestimmt ist.

Ankommenskulturen fordern und fördern die Kommunikation und die gleichrangige
Koexistenz aller beteiligten gesellschaftlichen Kräfte.

Ankommen bedeutet von- und miteinander lernen. In gegenseitigem Respekt.

Den Begleittext zum Manifest gibt es hier. Dieses Manifest entstand im Rahmen einer Diplomarbeit am Institut HyperWerk.

ZurBleibe im Silo – kosmopolitische Küche für Spontanes

zurbleibe_1

Jetzt ist es endlich so weit! Ein Team vom ZurBleibe Kollektiv hat sich entschieden, den Gastronomiebetrieb im Silo zu betreiben. ZurBleibe tastet sich nun langsam ran und wird in den nächsten zwei Jahren ihre bisherigen Erfahrungen und Visionen auf die Situation im Haus für Kosmopolitisches übertragen. Und natürlich gibt’s bis dahin weiterhin Kosmopolitisches im ZurBleibe Kiosk! Und weitere Infos hier: ZurBleibe

Anmeldung Patenschaft!

15122959_1794030437551846_6393756448011990004_o

Der Verein für Kosmopolitisches wurde im Juli 2016 gegründet und koordiniert die soziokulturelle Umnutzung des alten Getreidesilos auf dem Erlenmatt Ost Quartier in Basel. Eine vielfältige Nutzung, der gegenseitige Austausch und die Erhaltung niederschwelliger Angebote sind uns ein wichtiges Anliegen und sollen in einem offenen Dialog gefördert werden. Unser Ziel ist es, das Haus für Kosmopolitisches in Zukunft unabhängig und nicht gewinnorientiert zu betreiben.

Daher ist der Verein auf Unterstützung angewiesen. Durch eine Patenschaft unterstützt du den Verein mit einem finanziellen, ideellen oder materiellen Beitrag.* Du erhältst regelmäßig Informationen zu den Vereinstätigkeiten und eine Einladung zum jährlich stattfindenden Patenschaftstreffen.

Wenn du an einer Patenschaft interessiert bist, dann schreibe uns einfach eine Mail an welcome@thwbh.ch

*Bei einer Spende ab 100 Schweizer Franken erhältst du eine Spendenbescheinigung von uns. Die Spenden können von der Steuer abgesetzt werden.

Die Grandhotel Verschwörung

1

«Im Jahr 2014 fanden wir es heraus: Der Mensch ist dazu gemacht in einem Grand Hotel zu leben (eine andere Erfindung der Engländer – man findet sie überall in der Schweiz noch). Grand Hotels sind die modernen Nomadenzelte, Basislager oder Unterstände. Endlich sind wir angekommen. Wir sind alle Gäste auf diesem Planeten, die für durchschnittlich 80 Jahre pauschal gebucht haben.»

Den ganzen Text gibt es hier zu lesen – als Inspiration für eine etwas andere Nachbarschaft!

Jetzt geht’s los!

2

Bevor das umgebaute Silo anfangs 2019 seine Türen öffnet, werden zwar noch einige Monate ins Land ziehen – tohuwabohu startet aber schon jetzt!

In den kommenden zwei Jahren widmen wir uns der Suche nach Ideen, Wünschen und Projekten, welche im Haus für Kosmopolitisches zusammenkommen und in einen Dialog treten wollen. Wer sich an dieser Suche beteiligen will, bei konkreten Aufgaben mitanpacken möchte oder mit einem eigenen Projekt Teil von tohuwabohu werden will, sei herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden!

welcome@thwbh.ch

Eindrücke aus dem Silo

3-0

Erbaut wurde das mächtige Eisenbetongebäude 1912 vom Basler Architekten Rudolf Sandreuter für die Basler Lagerghausgesellschaft BLG, die das Gebäude über Jahrzehnte zur Lagerung von Kakao und Getreide nutzte. Damals diente das Gebäude inmitten des Güterbahnhofs der Deutschen Bahn als wichtiger Umschlagsort für Waren.

Je mehr der Güterbahnhof über die Jahre an Bedeutung verlor, desto mehr verschwand auch das Silogebäude aus dem Stadtbewusstsein. Als schliesslich der Bahnbetrieb auf dem Areal ganz eingestellt wurde, siedelte sich ums Jahr 2000 die Zwischennutzung nt/Areal auf dem Gelände an. Damit wurde das Silo Zeuge eines städtischen Transformationsprozesses: statt den mit Industriegütern beladenen Zügen rauschten nun Quartierfeste um seine Mauern, die ehemalige Bahnkantine nebenan wurde zum Kulturraum, auf den stillgelegten Geleisen rundherum entstanden unter anderem Kinderprojekte und Sonntagsmärkte.

Nach dem Ende der etwas mehr als zehnjährigen Zwischennutzung steht das Erlenmatt Ost Areal nun wieder im Umbruch: In den kommenden Jahren soll hier ein lebendiger Stadtteil mit einem vielfältigen Neben- und Miteinander von Lebensformen und Nachbarschaften entstehen. Das Silogebäude wird dabei inmitten des neuen Quartiers wieder zum Umschlags- und Begegnungsort – diesmal nicht von Waren, sondern von Bedürfnissen, Visionen und Projekten unter dem Dach des Kosmopolitischen.